Museumsgarten Gaasbeek

Museumsgarten Gaasbeek

Anmutig und funktionell

Es ist ein völlig neu angelegter Garten, der speziell für seine Museumsfunktion entworfen wurde. Der Garten liegt an einer historischen Stelle, an der sich früher bereits Gärten befanden. Der Garten ist in sechs Bereiche untergliedert:

  • Einen Terrassengarten mit Orangeriegarten in „italienischer“ Atmosphäre.
  • Einen in vier Quadrate untergliederten Gemüsegarten mit einem Treibhaus, Frühbeeten und Bereichen für Blumen und Kräuter. In der Mitte befindet sich ein Kreuzgang mit Niederstammbirnen in Pyramidenform, flach liegenden Schnüren und Rosensäulen.
  • Einen Garten für Kleinobst und Feigen, mit einem kreuzförmigen Laubengang mit Spalierobst und Blumen.Einen Obstgarten mit einer regionalen Pflaumensammlung auf Halbstamm.
  • Einen Obstgarten mit Obstbäumen auf Hochstamm, typisch für den Obstanbau im Pajottenland um 1900, mit traditioneller Obstscheune und Champignonkeller.Einen Obstgarten mit Niederstämmen, in dem die Entwicklung der Anbauformen von etwa 1950 bis heute gezeigt wird.

An allen Mauern wächst Spalierobst in verschiedenen Varietäten und die größte Sammlung traditioneller Spalierformen. Die Obstkörbe sind echte Blickfänger. Der Museumsgarten erhielt 2012 als einziger Garten in Flandern den EGHN Award, den „European Garden Award“.

Zaubern auf beschränkter Fläche

Der Museumsgarten beweist, dass man nicht viel Platz braucht, um sein eigenes Obst und Gemüse anzubauen. An einer Stadtmauer kann man einige Obstbäume wachsen lassen. Im Frühling frischen sie Ihren Garten mit ihren Blüten auf, danach können Sie die Früchte genießen und im Herbst bekommen sie ihre schönen gelben und roten Blätter. Auch wenn der öffentliche Raum beschränkt ist, kann man bereits auf einer kleinen Fläche schöne Dinge verwirklichen.

Der Museumsgarten widmet der beinahe vergessenen Kunst des Spalierobstanbaus große Aufmerksamkeit, mit

Formen von Aprikose, Nektarine, Pfirsich, Pflaume, Birne, Apfel, Quitte, Kirsche, Sauerkirsche und vielen Beerensorten. Der Spalierobstanbau bot in einer Zeit, in der Arbeitskräfte billig waren, viele Vorteile.

  • Spalierformen benötigen wenig Platz und wachsen also bestens an Mauern oder als Hecken.
  • Sie können in einem Gemüsegarten wachsen, ohne das Gemüse zu behindern.
  • Sie werden so geschnitten, dass die meiste Energie in die Fruchtbildung fließt. Keine überschüssigen Zweige, kein unnötiges Grün, selbst am Stamm kann „gespart“ werden. Die Bäume bleiben aufrecht, weil sie an einer Mauer stehen oder an Stützdrähte gebunden sind.
  • Spalierobst reift an „offenen“ Bäumen, wodurch die Früchte mehr Sonnenlicht bekommen und somit besonders viel Zucker und Vitamine enthalten.
  • An einer Mauer sind sie zusätzlich gegen die Kälte geschützt und genießen die in den Mauern gespeicherte Wärme. Die Früchte sind größer und schöner, sie reifen schneller und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
  • Kreative Fachleute sorgen für schöne Spalierformen. Zweige in die wildesten Formen zwingen und miteinander verwachsen lassen. Fantasieformen, die wie lebendige Spitze wirken.

Ein eigenes Klima

Im Museumsgarten herrscht ein besonderes Mikroklima. Die Temperatur ist immer ein paar Grad höher als die der Umgebung. In einem normalen Winter ist die Anzahl der Frosttage innerhalb der Mauern beschränkt. Aber wichtiger ist, dass die Frühlingstemperaturen im Garten höher sind und dass es im Herbst länger warm bleibt. Dieses Mikroklima verdankt man den hohen Mauern und Hecken, die den kühlen Wind fernhalten, den weißen Mauern, die die Sonnenwärme reflektieren, den Backsteinen, die als Wärmekollektoren fungieren und dem Pajottenländer Boden mit robustem Ton, der die Wärme speichert.

Informationen

Öffnungszeiten
Von 1. May bis 31. October
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr (17 Uhr ab Oktober)
Montags geschlossen (offen an Feiertagen )

Tickets
Tickets kann man im Schloss Gaasbeek kaufen
€ 3 pro Person
€ 2 für -18-Jährigen, Studenten und ihre Betreuer
Kostenlos für -7-Jährigen und Betreuer von behinderten
Kombitickets für das Schloss und der Museumsgarten: € 13 (Achtung: die letzte Führung im Schloss startet um 17u)

Führungen
Von 1. Mai bis 31. Oktober
Von Dienstag bis Freitag um 10h und 14h
Samstags und Sonntags um 14h und 16h
Preis: € 60 (+ Eintrittskarte pro Person)
Dauer: +/- 1 Stunde
Maximal 50 Personen pro Führer
Die Zahlung geschieht im Voraus im Schloss Gaasbeek. Reservierungen sind erforderlich und müssen mindestens zwei Wochen im Voraus geschehen über das Buchungsformular.

museumtuin_2017_a4_de_hr.pdf (7.77Mb)