Rosengarten Coloma

Rosengarten Coloma

Wie es begann...

Ritter und Kammerherren

Das auf der Domäne liegende Schloss war Generationen lang der Sitz von Adelsfamilien. Die Domäne hat ihren Namen Karel de Coloma zu verdanken, Kammerherr von Kaiserin und Königin Maria Theresia von Österreich. Durch seine Ehe mit Baronin Eugenia Roose wurde er Eigentümer des Schlosses. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als Pensionat. Im Jahr 1982 gelangte der Park in die Hände der Flämischen Region. 1984 kaufte die Gemeinde Sint-Pieters-Leeuw das Schloss und begann mit der Restaurierung und den Umbauarbeiten zum Kulturzentrum. Der Garten entwickelte sich Schritt für Schritt zu der prachtvollen Rosensammlung, die wir heute sehen.

Wie Träume Wirklichkeit werden ...

Am Anfang stand der Wunsch, den Park für die Besucher attraktiver zu machen. In Anspielung auf den Namen „Roose“ entstand die Idee eines Rosengartens. Die Agentschap voor Natuur en Bos nahm die Herausforderung an.

In den Jahren 1994-1995 wurde an der Stelle des Gemüsegartens ein erster Rosengarten angelegt. Der Garten mit vor allem roten und weißen Rosen verweist auf die Farben der Baronie Roose. Der geometrische Entwurf folgt dem ursprünglichen Stil der Domäne und stellt auch die Verbindung zu dem nicht mehr vorhandenen Gemüsegarten her.

Wegen des großen Interesses und der Wertschätzung wurde der Park erweitert, nämlich um den flämischen Rosengarten. Dazu stellten die bedeutendsten flämischen Rosenzüchter (Louis Lens, Wilfried Delforge und die „Rijksstation voor Sierplantenteelt Melle“) ihre repräsentativsten Varietäten vor, insgesamt 250.

Schnell entstand die Idee für einen Rosenspazierweg und so folgte die Anlage eines Gartens über die Geschichte der Rosenzucht sowie eines internationalen Rosengartens. Die Eröffnung war im Jahr 2000.

Im Winter 2001-2002 wurde das Turmgebäude restauriert und es bekam die neue Funktion eines Rosenmuseums.

2004 entstand ein Stammrosengarten, in dem die Rosen farblich gruppiert wurden. Dieser wurde um die Zucht von Rosen auf Stamm erweitert. Mit der Anlage des Stammrosengartens wird insbesondere an dieser Stelle in Coloma die Aufmerksamkeit auf die Veredelung von Rosen gelenkt, die auf den Stamm gepfropft werden.

2009 war das Jahr des japanischen Rosengartens mit mehr als 150 Varietäten.

2012 wurde der chinesische Rosengarten offiziell eröffnet.

Anlässlich der Feier „20 Jahre Rosengarten Coloma“ wurde im Jahr 2015 die neue Rose „Coloma“ am Eingang des Rosengartens gepflanzt.

So ist Coloma zu einem der vielseitigsten Rosengärten der Welt geworden.

Der Rosengarten ist noch stets in voller Entwicklung. Jährlich werden Rosen aus mehr Ländern und mehr Rosenvarietäten in den Mittelpunkt gestellt. So wurde aus dem Traum von vielen in nur 15 Jahren ein einzigartiges Juwel.

Menschen machen Rosen

Es gibt kein Land in Europa, das nicht zumindest auf einige eigene, bemerkenswerte, aufregende Rosenvarietäten und deren Züchter stolz sein kann. Viele Gärten pflegen die alten Traditionen. Manche Familien besitzen ihre Gärten bereits seit einigen Jahrhunderten. Dynastien von Rosenzüchtern und  veredlern überlebten Kriege und Krisen. Erfahrung, Fachkunde und Kunstsinn wurden weitergegeben und lebten in den Familien und Unternehmen fort. Namen wie Meilland, Cant, Kordes, Poulsen, Dot und so viele andere gehören zum Kulturgut unseres Kontinents. Ihre Aktivitäten bedeuteten eine Garantie für die Zukunft, auch wenn die moderne Zeit die alte Rosenkultur einholt. Traditionelle Züchter trugen Blütenstaub von Rose zu Rose. Wissenschaftler versuchen heute, die natürlichen Prozesse mit Gentechnologie und Computermodellen zu beschleunigen.

Im Namen der Rose

Rosenzüchter beschäftigen sich über Jahre hinweg mit der Entwicklung von neuen Rosen. Mit der Hand bestäuben, kreuzen, züchten, selektieren sie eine oder einige Pflanzen aus tausenden Versuchen, um sie daraufhin zu vermehren. Nach einer jahrelangen Testphase kann die neue Rose dann auf den Markt gebracht werden. Lizenzinhaber züchten und verkaufen die Rosen anschließend auf der ganzen Welt. Der Name ist natürlich sehr wichtig. Häufig werden die Rosen nach einer berühmten Person benannt.  So haben der Schauspieler Louis de Funès, Prinzessin Mathilde, die Maler Picasso und Monet alle ihre eigene Rose.

Aber auch weniger bekannte Menschen kommen zum Zug. Viele Rosennamen beginnen mit „Madame“ oder „Miss“, da sie nach Ehefrauen oder Liebhaberinnen benannt wurden. Darüber hinaus gibt es auch lustige und auffallende Namen, wie Happy Chappy, Poésie, Petit Serpent, Paljas, Echo, Love Letter, Pin-up, Sexy-Rexy….

Diese Rosen können Sie allesamt im Rosengarten entdecken!

Weitere Informationen

Agentschap voor Natuur en Bos – Regio Groene Gordels

Domein Groenenberg, Konijnestraat 172 B, 1602 Sint-Pieters-Leeuw

Tel.: 02/454 86 30

E-Mailadresse: anb@vlaanderen.be

www.natuurenbos.be  – www.rosesatcoloma.be

Geöffnet: Der Rosengarten ist geöffnet von 15. Mai bis 30. September von 10 bis 20 Uhr und im Oktober von 10 bis 19 Uhr. Montag ist Schließungstag. Der Eintritt ist kostenlos.

Reservierung von geführten Rundgängen: 02 371 22 62 oder toerisme@sint-pieters-leeuw.be